Ozeaneum
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OZEANEUM Stralsund
Am 11. Juli 2008 eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Stralsunds Hafeninsel mit dem OZEANEUM einen weiteren Standort des Deutschen Meeresmuseums und zugleich Deutschlands größten vom Bund geförderten Museumsneubau. Das Hafenpanorama der UNESCO-Welterbestadt erhielt mit dem spektakulären Neubau von Behnisch Architekten einen deutlichen, zeitgenössischen Akzent.
Das OZEANEUM Stralsund entwickelte sich zu einem Besuchermagneten ersten Ranges. Dem Deutschen Meeresmuseum gelang dadurch im Jahr 2009 mit über 1,2 Mio. Besuchern der Sprung auf den dritten Platz der besucherstärksten Museen in Deutschland. Die Aquarien zu den nördlichen Meeren im OZEANEUM und die farbenfrohen Tropen- und Mittelmeeraquarien im traditionsreichen MEERESMUSEUM machen Stralsund zum Spitzenreiter der Meerwasseraquarien in Nordeuropa.
Zum Teil riesige Meerwasseraquarien beschreiben im OZEANEUM eine europaweit einzigartige Reise durch die Unterwasserwelt der nördlichen Meere: Die Entdeckungstour im Ostseeaquarium beginnt mit dem Stralsunder Hafenbecken. Durch die Boddengewässer und Seegraswiesen vorbei an der Kreideküste und durch die Schärensee Skandinaviens erlebt der Besucher die vielfältige Flora und Fauna des Meeres vor unserer Haustür. Die größten Fische des Ostseerundganges sind die Störe, die im Lebensraum Flussmündung gezeigt werden.
Die Schaubecken im Gebäude "Nordseeaquarium" zeigen die Lebensräume der Nordsee, des Nordatlantiks und des Polarmeeres. Helgoland, der einzigen Felseninsel Deutschlands, ist ein aufwändig gestaltetes Tunnelaquarium gewidmet. Ein Gezeitenbecken simuliert Ebbe und Flut und auch im Brandungsbecken herrscht rege Bewegung. Mit der kürzlich eingeweihten Schottischen Küstenhöhle sind alle Großaquarien fertig gestaltet. Das größte Becken im OZEANEUM fasst 2,6 Mio. Liter Wasser und zeigt Schwarmfische und Rochen im offenen Atlantik. Die beiden über 20 Tonnen schweren und mehr als 30 Zentimeter starken Acrylscheiben bieten auf zwei Ebenen zusammen über 80 m² Sichtfläche.
Insgesamt enthalten die Aquarien im OZEANEUM 6 Mio. Liter Wasser. Für die erstmalige Befüllung wurden insgesamt 100 Tonnen Salz benötigt. Bei der Technik gelten strenge ökologische Kriterien und die Tiere werden artgerecht gehalten.
Das Nord- und Ostseeaquarium wird im Frühjahr 2010 durch elf Kleinaquarien erweitert. In diesen jeweils 150 Liter fassenden Aquarien wird der Blick auf einzelne filigrane Meerestiere gelenkt und lädt so zum Staunen und Verweilen ein.
Im Konzept der Ausstellungsmacher sind die Aquarien die lebendige Ergänzung zu den Ausstellungen, die zahlreiche seltene Originale und von der hauseigenen Präparation gelieferte Tiere und Pflanzen zeigen. Das OZEANEUM zeigt die größte Ostseeausstellung in ganz Europa mit Planktoninstallation, interaktivem Ostseetisch, einem Relieftisch und großen, dreieckigen Vitrinen. Weitere Ausstellungen sind "Weltmeer - Die Vielfalt des Lebens", ein "Meer für Kinder", ein Bereich mit Großexponaten der Meeresforschung sowie Sonderausstellungen. Die neue Ausstellung "Erforschung und Nutzung der Meere" mit einer virtuellen Tauchfahrt wird im Sommer 2010 eröffnet.
Wahrlich atemberaubend ist die gemeinsam mit Greenpeace umgesetzte Ausstellung "1:1 - Riesen der Meere": Über die gesamte Raumhöhe schweben Nachbildungen von Walen in Originalgröße. Das größte Exponat ist die Nachbildung eines Blauwals mit einer Länge von 26 Metern. Außerdem sind ein abtauchender Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein Schwertwal sowie ein Buckelwal mit Jungtier zu sehen. Dramaturgisches Highlight ist eine Multimedia-Inszenierung mit den tiefen, Hunderte von Kilometer reichenden Tönen des Blauwals, den Gesängen des Buckelwals oder den Klicks der Pottwale, anhand derer sie ihre Beute in bis zu 3.000 Meter Tiefe aufspüren. Im Frühjahr 2010 entstehen weitere, lebensechte Nachbildungen von Großfischen, wie Mantarochen, Mond- und Riemenfisch sowie ein 8,50 m langer Riesenhai.
Die Sonderausstellung "SeAmore" von Betty Schöner ist noch bis Mai 2010 im OZEANEUM zu sehen. Großformatige Aufnahmen zeigen beeindruckende und überraschende Details und Perspektiven von Meeresbewohnern und Pflanzen, die in der Natur häufig übersehen werden.
Eine neue Hauptattraktion werden Humboldt-Pinguine, die im Sommer ihr neues Zuhause auf der Dachterrasse des OZEANEUMs beziehen. Durch große Scheiben können die gefiederten Schwimmer auch unter Wasser beobachtet werden. Mit Kameras in den Höhlen ist es zukünftig möglich, die Pinguine bei der Brut und der Aufzucht der Jungen zu beobachten.
Das OZEANEUM ist ein gruppenfreundliches Haus und bietet umfangreiche pädagogische Programme an. 2009 wurde das Haus als familienfreundlich und barrierefrei zertifiziert. Die Ausstellungsgestaltung erhielt ebenfalls 2009 den red dot award. Anfang 2010 erfolgte die Nominierung für den in Fachkreisen als "Museums-Oscar" bekannten European Museum of the Year Award nominiert.
Zu den bewährten Vortragsprogrammen des Deutschen Meeresmuseums gesellen sich Klassik- und Rockkonzerte unter den Walen sowie Theater- und Filmvorführungen. Einer der angrenzenden historischen Speicher ist als Tagungszentrum ausgestattet und wird für Konferenzen genutzt.
Aktualisiert im April 2010
Mit freundlicher Genehmigung des:
OZEANEUM Stralsund GmbH
Hafenstraße 11 | 18439 Stralsund
Jens Oulwiger
Marketing | PR OZEANEUM


